INTERNATIONALE KÜCHE
INDOCHINA
DIE einfachen aber dekikat gewürzten Suppen, Fischgerichte, Fleich und Geflügelspielen die Hauptrolle in der Küche von Laos, Kambodscha, und Vietnam, die zusammen als Südostasien bekannt sind.
Der Osten der indochinesischen Halbinsel grenzt an Thailand, den Golf von Siam und das chinesische Südmeer. Der Mekong ist einer der längsten Flüsse der Welt. Er bildet die natürliche Grenze zwischen Laos und Thailand und fliesst, bevor er Vietnam erreicht, durch Kambodscha um schliesslich in das chinesische Meer zu münden. Diese drei Länder verwenden als viel Fisch, der sowie aus dem Süsswasser als auch aus dem Meer kommt.
Der französiche und der chinesische Einfluss sind beide in der Gastronomie zu spüren und werden in die lokalen, traditionnellen Rezepte teilweise aufgenommen. Seitdem die Franzosen Früchte und Gemüse aus den gemässigten Zonen Europas in Indochina eingeführt haben, ist das Land genauso reichhaltig an Früchten und Gemüse aus tropischen Ländern wie aus gemässigten Ländern. Auch wennsich Indochina in der Tropenzone befindet, wachst der Anbau der aus den gemässigten Zonen stammt, problemlos auf erhöhten Böden und liefert die besten Produkte aus den beiden Welten.
Da die Mehrheit der Menschen dort Buddhisten sind, gibt es viele vegetarische Rezepte und viele Gerichte, die nur wenig Fleisch oder Fisch enthalten.
Im Gegensatz zur französischen Küche, in der die einzelnen Gänge nach und nach serviert werden, werden die Gerichte bie einem indochinesischen Essen alle gleichzeitig zu Tisch gebracht.
Das Essen setzt sich gewönlich aus einer Suppe, zwei verschiedenen Hauptgerichten und einem nicht angemachten, aber stark mit Kräutern gewürzten grünen Salat zusammen. Jeder am Essen Teilnehmende bekommt eine Schale Reis, die nach Bedarf immer wieder aufgefüllt wird.
Alle Nahrungsmittel werden in Schalen serviert, genau wie die Sosse, in die man die verschiedenen Zutaten tunkt. Die Sosse hat meistens Fisch oder Soja als Grundlage. Sie darf in der südostasiatischen Küche nicht fehlen. In Vietnam nennt man sie nuoc mam und in Thailand nam pla. Sie wird aus kleinen, mit Salz überstreuten Fischen gemacht, die man in Fässern gären lässt. Diese Sosse salzt und aromatitiert das Essen. ; Ihr Geruch kann beim ersten Schnuppern für Neulinge in dieser Küche unangenehm wirken, sie passt aber dennoch sehr gut zu den Gericten dieses Landes. Man kann sie bei uns in den Exotikabteilungen in den Supermärkten finden.
Wu Guofeng - August 2000
Übersetzung ins Deutsche : Effi Ottmüller
|
|
|